Sechs Tage Berglauf am Stück: keine Zeit für Regeneration

TV-Friesen-Läufer legen bei den „Riesenbecker Sixdays“ mit mehr als 120 Kilometer zurück

Sechs Tage harter Wettkampf liegen hinter ihnen: (v.l.) Thomas Breitbart, Christina Herwing, Michael Becks und Andreas Niermann legten bei den „Riesenbecker Sixdays“ mehr als 121 Kilometer und 1200 Höhenmeter zurück.

Sechs Tage Laufen liegen hinter ihnen, mit einer Gesamtstrecke von 121 Kilometern und mehr als 1200 Höhemetern durch den Höhenkamm des Teutoburger Walds hatten sich vier Telgter TV-Friesen-Läufer bei den „Riesenbecker Sixdays“ einiges vorgenommen. Aber sie wussten, was auf sie zukam. Grund genug für Christina Herwing, Michael Becks, Thomas Breitbart und Andreas Niermann, sich am Ende im Zieleinlauf zusammen mit den anderen 600 gemeldeten Teilnehmern feiern zu lassen.

Die tägliche nette Begegnung mit anderen bekannten Läufern, die gute Stimmung an der Strecke und die freundschaftliche Atmosphäre, so fasst Michael Becks das Flair der Laufveranstaltung zusammen. Aber auch technisch ist das Rennen mit seinen sechs Etappen von Riesenbeck bis Ibbenbüren, Ibbenbüren bis Tecklenburg, Tecklenburg bis Mettingen, Mettingen bis Ibbenbüren-Dickenberg, Ibbenbüren-Dickenberg bis Ibbenbüren sowie Ibbenbüren bis Riesenbeck eine besondere Herausforderung. „Man hat wenig Zeit zur Regeneration. Eine echte Herausforderung waren die hochsommerlichen Temperaturen“, sagt Thomas Breitbart, der sich mit einem Marathon-Trainingsplan gezielt auf den Wettkampf vorbereitet hatte. So wurden die Läufer auf teilweise sonniger Strecke mit Temperaturen von 28 Grad konfrontiert – ein Wert, bei dem man sonst ein nicht so schnelles Tempo an den Tag legen würde. „Man holt die letzte Energie aus sich heraus“, fasst es Läuferin Christina Herwing zusammen. Dank der perfekten Organisation und der vielen lieben Menschen an der Strecke sei es jedoch keine Schwierigkeit, noch einmal alles zu geben. Gemeinsamkeit macht stark, geteiltes Leid ist halbes Leid: So schlossen sich spontan viele Läufer während der sechs Tage zusammen, um das Rennen gemeinsam anzugehen und sich gegenseitig als Tempomacher zur Verfügung zu stehen.

Alle sechs Tagesetappen werden am Ende zusammngezählt. Für viele Läufer ist es ein ehrgeiziges Ziel, am Ende unter zehn Stunden für die 121 Kilometer zu bleiben. Andreas Niermann ist das mit einer Zeit von 09:45:49 Stunden gelungen. Er landete auf Platz 79 in der Gesamtliste. Mit einer guten Zeit von 10:04:54 Stunden fand sich Thomas Breitbart am Ende auf Platz 109 wieder. Michel Becks wurde 171. mit einer Zeit von 10:43:33 Stunden. Einen stolzen 96. Platz in der Frauen-Wertung belegte Christina Herwing mit einer Gesamtzeit von 13:09:28 Stunden. Dass es die Riesenbecker Sixdays in sich haben, zeigt die hohe Aussteigerquote. So schafften von ursprünglich 600 gemeldeten Läufern nicht einmal 500 alle sechs Etappen.

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